Das Cabildo von Lanzarote hat die Kontrollen gegen illegale Fahrdienste auf der Insel verstärkt. Die Behörde reagierte damit auf den deutlichen Anstieg von Angeboten für nicht genehmigten Personentransport, die über soziale Netzwerke und digitale Plattformen unter Bezeichnungen wie „Uber“ oder ähnlichen Namen verbreitet werden. Nach Angaben des zuständigen Transportdezernenten Miguel Ángel Jiménez laufen derzeit 44 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlich schwerwiegender Verstöße.
Die Inspektoren haben mehr als 40 verschiedene Telefonnummern identifiziert, die mit unerlaubten Transportangeboten in Verbindung stehen. Die Behörden sehen darin Hinweise auf eine organisierte und wachsende Aktivität, die ein erhebliches Risiko für die Sicherheit der Fahrgäste darstellt und eine massive Wettbewerbsverzerrung für das legale Taxi- und Mietwagengeschäft bedeutet.
Illegale Fahrdienste auf Lanzarote im Visier der Behörden
Oswaldo Betancort, Präsident des Cabildo von Lanzarote, betonte: „Wir gehen entschieden gegen diese illegalen Praktiken vor und appellieren an die Verantwortung der Bürger.“ Er erklärte weiter: „Wir stehen vor einem Problem der Sicherheit und der Gesetzestreue, denn diese Schein-Dienste bieten weder eine qualifizierte Fahrerausbildung, noch geprüfte Fahrzeuge oder Versicherungsschutz.“
Transportdezernent Miguel Ángel Jiménez warnte: „Diese Dienste agieren außerhalb aller Vorschriften und stellen eine unzumutbare Wettbewerbsverzerrung für das legale Taxigewerbe dar. Wir handeln entschlossen, verstärken die Kontrollen in Zusammenarbeit mit der lokalen Polizei und der Guardia Civil und verhängen die vorgesehenen Strafen.“
Strenge Strafen für illegale Transporte auf Lanzarote
Fahrzeuge ohne Genehmigung unterliegen keinen technischen Kontrollen, die Fahrer verfügen mitunter weder über Ausbildung noch über eine gültige Lizenz. Im Falle eines Unfalls, einer Straftat oder eines anderen Vorfalls während der Fahrt haften weder Fahrer noch Fahrzeug rechtlich, sodass Fahrgäste völlig schutzlos bleiben.
Das Cabildo weist darauf hin, dass laut dem Gesetz 13/2007 zur Regelung des Straßenverkehrs auf den Kanaren der nicht genehmigte Personentransport als schwerwiegender Verstoß gilt. Die Strafen reichen von 4001 bis 6000 Euro und können die Stilllegung des Fahrzeugs umfassen. Bereits das Anbieten solcher Dienste über soziale Netzwerke oder nicht regulierte Plattformen ist sanktionswürdig.
Appell für Nutzung legaler Fahrdienste auf Lanzarote
Jiménez erklärte abschließend: „Wir rufen die Bevölkerung dazu auf, ausschließlich genehmigte öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und keine Angebote in Anspruch zu nehmen, die nicht die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gewährleisten.“






