Lanzarote spricht über die Wasserpreise, die Zukunft der Wasserwirtschaft und die Sicherheitslage in Yaiza sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Wasserpreise: PSOE verlangt Erklärung von Betancort
Die PSOE Lanzarote hat Präsident Oswaldo Betancort zur Stellungnahme im nächsten Plenum gedrängt. Der sozialistische Block im Inselparlament stellte eine Anfrage, nachdem eine lineare Erhöhung von 15,06 Prozent genehmigt worden war. Berichte zur Vertragsübergabe deuteten jedoch darauf hin, dass der neue Betreiber Anhebungen bis 32,68 Prozent plante.
María Dolores Corujo, Generalsekretärin der PSOE Lanzarote und Abgeordnete im spanischen Kongress, kritisierte fehlende Transparenz. Sie sagte, Familien dürften nicht stärker belastet werden, solange strukturelle Probleme und Versorgungsunterbrechungen blieben. Die PSOE verwies zudem darauf, dass die Inselverwaltung 60 Prozent am Wasserverband halte.
UPL fordert Rückkehr zur öffentlichen Wasserwirtschaft auf Lanzarote
Laureano Álvarez von Unidos por Lanzarote hat eine Rückkehr zur öffentlichen Kontrolle des Wassermanagements verlangt. Er begründete dies mit hohen Wasserverlusten, veralteter Infrastruktur und steigenden Kosten. Wasser sei kritische Infrastruktur für Gesundheit, Tourismus und nachhaltige Entwicklung und müsse ohne Profitziele im Allgemeininteresse verwaltet werden.
Álvarez kritisierte das Konzessionsmodell mit Canal Gestión Lanzarote und verlangte eine Neubewertung mit langfristiger Perspektive. UPL schlug eine unabhängige Prüfung sowie die Gründung eines transparenten öffentlichen Unternehmens vor. Ein Investitionsplan sollte Leitungen modernisieren und Verluste senken, wobei Álvarez die Debatte als strategische Entscheidung beschrieb.
Yaiza: Partido Popular kritisiert Sicherheitslage in Playa Blanca
Der Partido Popular in Yaiza hat Bürgermeister Óscar Noda zum Handeln bei der lokalen Polizei aufgefordert. Sprecher Juan Monzón erklärte, Anwohner und Akteure aus dem Tourismus meldeten wachsende Unsicherheit, besonders in Playa Blanca. Touristenführer hätten zudem vor mehr Taschendiebstählen gewarnt, etwa an Bushaltestellen wie in El Golfo.
Monzón sagte, die Bevölkerung und Besucherzahlen seien gestiegen, die Polizeikräfte jedoch nicht. In der Personalplanung 2025 seien 42 Stellen vorgesehen gewesen, zehn seien unbesetzt geblieben. Der PP bemängelte außerdem häufig geschlossene Büros und nachts oft nur ein Streifenpaar im Dienst.
Arrecife hat Wartung der intelligenten Ampeln langfristig gesichert
Die Stadt Arrecife hat ein spezialisiertes Team für die Wartung des Ampelnetzes vertraglich gebunden. Bürgermeister Yonathan de León hatte gefordert, dass die beauftragte Firma auf Lanzarote präsent ist und dauerhaft qualifiziertes Personal in Arrecife stationiert. Die ersten beiden Ausschreibungen waren gescheitert, weil sich keine zertifizierten Unternehmen beworben hatten.
Die Abteilung für Mobilität und Transport unter Stadtrat Mario González Altube schloss den Vertrag ab, die Arbeiten an der Neuprogrammierung begannen auf der Vía Medular. Reparaturen mussten laut Ausschreibung binnen 24 Stunden anlaufen. Das Netz ist über Glasfaser mit der Zentrale der örtlichen Polizei verbunden.
Karneval in Arrecife endete mit dem Begräbnis von Pejín und Sardine
Hunderte Verkleidete haben den Karneval von Arrecife 2026 mit dem Begräbnis des Pejín und der Sardine verabschiedet. Die Kinder-Murga Los Noveleros trug die Figur zur Feuerstätte am Playa del Reducto, begleitet von der Afilarmónica Los Simplones als Sieger der Erwachsenen-Murgas. Tausende Zuschauer verfolgten das Feuer als Abschluss des Programms.
Der stellvertretende Bürgermeister Echedey Eugenio leitete die Festabteilung und zündete gemeinsam mit Bürgermeister Yonathan de León, Vertretern der Murgas und Karnevalskönigin Aynara Elvira die Fackel. Ein stiller Abschnitt des Umzugs erleichterte Menschen mit sensorischen Einschränkungen die Teilnahme. Stadtmitarbeiter Juan José Torres hatte Sardine, Pejín und Scheiterhaufen entworfen.
Haría hat Karnevalsprogramm unter dem Motto „Peter Pan“ vorgestellt
Bürgermeister Alfredo Villalba hat das Programm für den Karneval in Haría präsentiert. Die Feiern standen unter dem Motto „Peter Pan im Nimmerland“ und sollten vom 26. Februar bis 1. März stattfinden. Der Festtagsbeauftragte Alberto de León kündigte einen speziellen Busservice für Verbenas und den Coso an.
Geplant waren unter anderem der Seniorenkarneval im Centro Sociocultural La Tegala, ein inklusiver Insel-Coso sowie ein Murga-Treffen mit Batucada Merekumbé und den Gewinner-Murgas aus Arrecife. Der Umzug am Samstag sollte vom Friedhofsparkplatz zur Plaza führen, bevor der Karneval mit einer Familiengala und Kostümwettbewerb endete.
Sport auf Lanzarote: Handball, Basketball und Judo vor wichtigen Terminen
Lanzarote Puerto del Carmen hat am Samstag um 20.00 Uhr in Titerroy gegen Balonmano Zuazo gespielt. Das Team von der Insel ging als Vierzehnter in das Duell, Zuazo stand als Vierter deutlich besser da. Bei den Gästen ragte Sofía Ballada als beste Werferin heraus, bei Lanzarote fielen Dely Leiva und Beatriz Masseu mit ihren Quoten auf.
Der CB Ariagona hat am Samstag um 12 Uhr in Arrecife gegen Tu Alteza Tenerife Central gespielt und blieb im Rennen um die Spitze der Primera División Autonómica femenina. Der Club de Judo Costa Teguise Lanzarote startete zudem in die entscheidende Saisonphase und bereitete Meisterschaften in Teguise sowie einen Kurs mit Olympionikin Yolanda Soler Grajera vor.
Kanaren: Regierung treibt Offshore-Windenergie mit Sonderverfahren voran
Die kanarische Regierung hat in der Mesa de la Energía Eólica Marina Stellungnahmen für das spanische Ministerium für den ökologischen Übergang festgelegt. Minister Mariano Hernández Zapata verlangte ein eigenes Ausschreibungsverfahren, das die Besonderheiten der Kanarischen Inseln berücksichtigt. Vorgesehen war unter anderem, dass die Kanaren nicht mit anderen Meeresgebieten konkurrieren und zunächst nur ein Park ausgeschrieben wird.
Die stellvertretende Ministerin Julieta Schallenberg erklärte, Offshore-Windenergie werde den Energiemarkt der Kanaren verändern und die Dekarbonisierung beschleunigen. Proexca, die kanarische Agentur zur Außenwirtschaftsförderung, stellte zudem die Rolle der Inseln für die WindEurope-Messe in Madrid im April 2026 vor.
Lanzarote plant Observatorium zur Stärkung der kanarischen Identität
Eine Initiative für den kommenden Plenartag hat ein Insulares Observatorium für Kanarische Identität in der offenen Regierung vorgeschlagen. Die Einrichtung sollte Geschichte, Traditionen und Lebensstil auf Lanzarote und La Graciosa bewahren und kulturelle sowie soziale Risiken analysieren. Als Beispiel für Identitätsdruck nannte der Text das Lied „Lo que le pasó a Hawaii“ von Bad Bunny aus dem Jahr 2025.
Das Observatorium sollte Zuzug nicht verhindern und Wachstum nicht bremsen, sondern verantwortungsbewusst lenken. Vorgesehen waren Maßnahmen zum Schutz von Traditionen, Architektur und oralem Erbe. Ohne Gegensteuern drohten laut Initiative Verlust von Zusammenhalt und Gedächtnis der Gemeinschaften.











