Ángel Víctor Torres hat am Mittwoch erklärt, dass die Sozialisten der Kanarischen Inseln strikt gegen das Misstrauensvotum im Ayuntamiento von Güímar sind. Der Generalsekretär der PSOE forderte die Volkspartei (PP) auf, klarzustellen, ob sie das Verfahren unterstützt oder gar angestoßen hat.
„Ich weiß nicht, ob Manuel Domínguez – Präsident der PP auf den Kanaren – hinter diesem Misstrauensantrag gegen den Bürgermeister von Güímar von der CC steht, ob er daran mitgearbeitet oder ihn forciert hat“, sagte Torres gegenüber Journalisten. Er betonte zudem die Widersprüchlichkeit, dass CC und PP zwar gemeinsam die Regierung der Kanarischen Inseln bilden, aber in den Gemeinden Koalitionen auflösen.
Misstrauensantrag in Güímar auf Teneriffa sorgt für politische Spannungen
„Es fällt auf, dass wir eine Regierung der Kanarischen Inseln mit CC und PP haben, aber auf Teneriffa bereits zwei Misstrauensanträge gestellt wurden“, erklärte Torres. Dabei habe die PP dafür gesorgt, dass die Nationalisten Bürgermeisterämter verlieren. Die PSOE von Teneriffa leitete laut Atlántico Hoy am Mittwoch ein Ausschlussverfahren gegen die beiden sozialistischen Stadträte ein, die den Misstrauensantrag in Güímar unterzeichneten.
Am Montag hatten die neun PP-Räte im Ayuntamiento von Güímar gemeinsam mit einem Vertreter von Nueva Canarias-Bloque Canarista und zwei von der PSOE einen Misstrauensantrag gegen Bürgermeister Gustavo Pérez (CC) eingereicht. Pérez regiert derzeit mit der PSOE und Unidas se Puede.
Hintergründe des Misstrauensantrags gegen den Bürgermeister von Güímar
Die Unterzeichner rechtfertigen den Antrag mit einer „offensichtlichen Untätigkeit und fehlender Führung“ des Bürgermeisters. Als Nachfolger schlagen sie die ehemalige Bürgermeisterin Carmen Luisa Castro vor, die das Amt bereits von 2013 bis 2015 sowie in der Legislaturperiode 2015–2019 innehatte.





