Teneriffa beschäftigt sich mit den Folgen des Unwetters Therese, dem Start der Kanaren-Satellitenkonstellation und neuem sozialen Wohnungsbau in Güímar sowie weiteren aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Unwetter Therese löst Alarm und Sperrungen auf Teneriffa aus
Die Inselverwaltung hat den Notfallplan PEIN wegen der Borrasca Therese aktualisiert. Seit dem 23. März um 10.59 Uhr galt Alarm, nachdem sich die Zugbahn geändert hatte und stärkere Regenfälle zu erwarten waren.
Die staatliche Wetteragentur AEMET gab eine orange Warnung aus und rechnete mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila erklärte, Sicherheit habe Vorrang. Zivilschutzchef Néstor Padrón warnte vor Risiken in Barrancos und Senken. Die Verwaltung sperrte Wege, Forststraßen, Hochlagen samt Teide-Nationalpark und schloss Punta de Teno, zudem fielen Veranstaltungen im Freien aus.
Niederschläge füllen Bewässerungsbecken auf Teneriffa deutlich
Die Niederschläge haben die Wasserspeicher auf Teneriffa auf 77,5 Prozent steigen lassen. Primärsektor-Rat Valentín González bezifferte das von BALTEN verwaltete Volumen auf 3,9 Millionen Kubikmeter.
Er sprach vom neuntbesten Wert der vergangenen 20 Jahre und verwies darauf, dass zwei Becken wegen Reparaturen leer geblieben seien. Im März kamen 388.000 Kubikmeter hinzu, was sich besonders im Norden auswirkte. Auch im Süden entspannte sich die Lage: Die Balsa de Trevejos in Vilaflor erreichte 95 Prozent und damit den besten Stand seit 2021.
Bau der Kanaren-Satellitenkonstellation auf Teneriffa beginnt
Die Inselverwaltung hat den Startschuss für den Bau der Kanarischen Satellitenkonstellation gegeben. Die Arbeiten begannen im IACTEC-Gebäude mit Unterstützung von Telespazio Ibérica, einem Unternehmen der Telespazio-Gruppe.
Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila erklärte, das Projekt solle Teneriffas technologische und wirtschaftliche Zukunft prägen. Der Zeitplan läuft über drei Semester bis zum ersten Start 2027. Für das erste Halbjahr 2027 sind Integration und Tests der DRAGO-3-Kamera vorgesehen, danach soll ein Testsatellit starten. 2028 soll die Konstellation mit vier Satelliten einsatzbereit sein. Die Investition von 21,3 Millionen Euro soll bis zu 158 qualifizierte Jobs ermöglichen.
Güímar startet Bau von 30 Sozialwohnungen
Die Inselverwaltung hat den Bau von 30 Sozialwohnungen in Güímar gestartet. Vizepräsident Lope Afonso, Güímars Bürgermeisterin Luisi Castro und Wohnungsdezernentin Sonia Hernández besuchten das Grundstück im Stadtteil Las Cruces.
Das Budget liegt bei mehr als 5,4 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben durch die Inselverwaltung und das Kanarische Wohnungsinstitut ICAVI im Rahmen eines Abkommens. Afonso sagte, nach Jahren des Stillstands kehre der soziale Wohnungsbau zurück. Zusätzlich sollen mit der Stadt weitere 39 Einheiten über die Programme Activa Suelo und Activa Vivienda entstehen.
Santa Cruz beginnt Sanierung des Teatro Baudet
Die Inselverwaltung hat die Bauarbeiten zur Konsolidierung des Teatro Baudet in Santa Cruz gestartet. Am 23. März wurde dafür das Replanteo-Protokoll unterzeichnet, um den Verfall des Kulturgebäudes zu stoppen.
Das Projekt der Abteilung für Kultur, Museen und Sport hat ein Budget von 1.866.954 Euro und eine Laufzeit von zwölf Monaten. Den Zuschlag erhielt Desarrollos e Iniciativas Canarias SL nach offener Ausschreibung. Vizepräsident Lope Afonso nannte die Maßnahme zentral für den Erhalt, Inselrat José Carlos Acha verwies auf die spätere Anpassung für neue Nutzungen. Das 1944 eröffnete Haus von José Enrique Marrero Regalado galt einst als größtes Kino der Kanaren mit 1.200 Plätzen.
Teneriffas Industrie präsentiert sich auf der Alimentaria in Barcelona
Die Industrie auf Teneriffa hat ihre internationale Expansion mit einem eigenen Messeauftritt begonnen. Die Inselverwaltung eröffnete am 23. März einen institutionellen Stand auf der Alimentaria Barcelona 2026.
Industrieminister Manuel Fernández sagte, die Initiative solle die Industrie international positionieren und den Großhandel erleichtern. Die Delegation startete ein viertägiges Programm auf dem Gelände der Fira de Barcelona. Der 66 Quadratmeter große Stand dient acht Unternehmen als Geschäftszentrum, darunter Libby’s und Harinalia. Für Dienstag kündigte die Verwaltung Verkostungen und Produktpräsentationen an. Die Messe erwartet mehr als 100.000 Fachbesucher.
La Laguna treibt Küstenprojekte mit der Inselverwaltung voran
Die Inselverwaltung hat die Zusammenarbeit mit La Laguna für Küstenprojekte verstärkt. Vizepräsident und Tourismusbeauftragter Lope Afonso traf am 23. März Bürgermeister Luis Yeray Gutiérrez im Palacio Insular.
Afonso sagte, man wolle die nachhaltige Entwicklung der nordöstlichen Küste sichern und zugleich Zugang, Umweltschutz und Sicherheit verbessern. Beide Seiten prüften den Stand der zweiten Phase von La Barranquera mit Neugestaltung und Lösungen für Abwasser. Zudem ging es um den Küstenpfad bei Punta del Hidalgo und einen sicheren Zugang zur Playa del Arenal wegen Steinschlagrisiken. Neu war eine Sliprampe in Jover, deren Machbarkeitsstudie bereits vorliegt.
Zweiter Onlinekurs zur kanarischen Tracht auf Teneriffa gestartet
Die Inselverwaltung hat mit ecca.edu die zweite Auflage eines Kurses zur kanarischen Tracht gestartet. Die Fortbildung soll 800 Personen erreichen und Inhalte zur regionalen Kleidung vertiefen.
Bildungsbeauftragter Efraín Medina sagte, die Tracht bewahre historisches und sozialökonomisches Wissen. José María Segura SJ von ecca.edu betonte die Bedeutung der Kooperation für die kanarische Identität. Die erste Ausgabe hatte 1.000 Teilnehmer erreicht. Das Angebot läuft erneut online, Informationen zur Anmeldung stellt ecca.edu bereit.






