Fuerteventura diskutiert über mehr Sicherheit in Costa Calma, die unsichere Fährverbindung nach Cádiz und den Personalmangel bei der Guardia Civil.
Costa Calma: Pájara verstärkt Nachtpatrouille und installiert 54 Kameras
Die Gemeinde Pájara hat die nächtliche Überwachung in Costa Calma ausgebaut. Sie schickt nun eine zusätzliche Polizeistreife auf die Straße und installierte 54 Überwachungskameras in verschiedenen Bereichen.
Stadtrat Raimundo Dacosta erklärte, zuvor habe nachts nur ein Streifenpaar das gesamte Gebiet abgedeckt. Erster stellvertretender Bürgermeister Alexis Alonso nannte Anfragen von Einwohnern als Auslöser. Bürgermeister Alejandro Jorge verwies auf einen Rückgang der Kriminalität im ersten Quartal um 17 Prozent.
Fährverbindung Cádiz–Puerto del Rosario: PP drängt auf schnelle OSP-Ausschreibung
Fernando Enseñat hat im Kanaren-Parlament eine Initiative zur Fährverbindung Cádiz–Puerto del Rosario gestartet. Der Abgeordnete des Partido Popular forderte, die neue Ausschreibung der öffentlichen Dienstverpflichtung sofort zu beschleunigen.
Enseñat begründete das mit dem Auslaufen der aktuellen OSP mit Armas Trasmediterránea am 30. Juni 2026 und fehlenden Garantien aus Madrid. Er berichtete von stornierten Sommerreservierungen und Umleitungen nach Arrecife. Eine Unterbrechung treffe Versorgung, Logistik und Lebenshaltungskosten auf Fuerteventura direkt.
Gran Tarajal: AUGC schlägt Alarm wegen Personalmangel bei der Guardia Civil
Die Asociación Unificada de Guardias Civiles hat die Lage der Guardia Civil in Gran Tarajal als kritisch bezeichnet. Fünf Beamte seien krankgemeldet, einer versetzt worden – für den 24-Stunden-Dienst stünden damit praktisch nur drei Beamte plus Kommandant zur Verfügung.
Die AUGC kritisierte zudem das Modell operativer Kerne, das Defizite kaschiere und die eigenständige Einsatzfähigkeit schwäche. Sie forderte Nachbesetzungen, Transparenz zur Zukunft der Einheit und eine Überprüfung von Dienstreisen aus Gran Canaria, die aus ihrer Sicht zu wenig Ruhezeiten ließen.
Mercado Municipal Puerto del Rosario: Fuerteventura Avanza kritisiert Verzögerung
Fuerteventura Avanza hat der Koalition aus Coalición Canaria und PSOE vorgeworfen, den Mercado Municipal in Puerto del Rosario trotz jahrelanger Ankündigungen nicht zu eröffnen. Die öffentlich finanzierte Infrastruktur bleibe ungenutzt, während Händler und Anwohner warteten.
Parteisprecherin Peña Armas nannte den Markt ein Symbol für unerfüllte Versprechen und mangelnde Planung. Drei Jahre hätten für Vergabe und Eröffnung gereicht. Die Partei vermutet, die Regierung könnte den Termin für den Wahlkampf aufheben.
Casillas del Ángel: Ruta del Queso verbindet Sport, Tradition und Spenden
Die Carrera Ruta del Queso hat in Casillas del Ángel ihre elfte Auflage gefeiert. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Club Deportivo Terachi und der Asociación de Vecinos Buenos Amigos, unterstützt vom Rathaus Puerto del Rosario und der Regierung der Kanarischen Inseln.
Angeboten wurden Strecken über 13 und 26 Kilometer, eine Wanderroute und Kinderläufe. Iván Cerdeña vom Club Deportivo Terachi erklärte, das CIFP Morro Jable habe die gastronomische Komponente mitgestaltet. Ein Teil der Einnahmen ging an die Asociación contra el Cáncer de Mama Metastásico de Fuerteventura.
Puerto del Rosario: PSOE fordert 24-Stunden-Notdienst für Tiere
Der PSOE in Puerto del Rosario hat mit José Ramón Becerra, Direktor für Tierrechte im Ministerium für Soziales, Konsum und Agenda 2030, über einen 24-Stunden-Notdienst für Veterinärmedizin gesprochen. Die Delegation verwies auf besondere Herausforderungen auf Inseln wie Fuerteventura.
Tacoremi Gutiérrez, Generalsekretärin des PSOE in Puerto del Rosario, betonte die Zusammenarbeit mit Fachleuten im Tierschutz. Manuel Hernández, Vize-Generalsekretär des PSOE auf Fuerteventura, forderte eine Koordination zwischen den Verwaltungen. Der spanische Staat erwog laut Bericht verschiedene Maßnahmen für ein tragfähiges Modell.
Lehrerprüfungen auf Fuerteventura: 8.235 Kandidaten treten auf fünf Inseln an
Die kanarische Bildungsbehörde hat am Samstag die Lehrerprüfungen gestartet. 8.235 Kandidaten traten in 25 Bildungseinrichtungen auf fünf Inseln an, darunter auf Fuerteventura.
Die Prüfungen betrafen mehrere Lehrkörper, vom Grundschul- bis zum Sekundarschulbereich sowie Musik, Kunst und Sprachschulen. Mónica Ramírez, Leiterin der Personalabteilung, erklärte, Kandidaten hätten erstmals ihre Lehrpläne vorab einreichen müssen. Sie verwies auf monatelange Vorbereitung für einen reibungslosen Ablauf.
POSEI-Förderung 2026: Kanaren-Regierung stellt 13,4 Millionen Euro für Milchwirtschaft bereit
Die kanarische Regierung hat Förderungen für lokale Milchproduktion und Molkereiindustrie im POSEI-Programm für 2026 bekanntgegeben. Das Gesamtvolumen beträgt 13.420.000 Euro; zuständig ist Minister Narvay Quintero.
Quintero erklärte, die Zahlungen sollten künftig halbjährlich statt jährlich fließen, um Betrieben die Verwaltung zu erleichtern. Für Produzenten sind 6.420.000 Euro vorgesehen, für die Molkereiindustrie 7.000.000 Euro. Die Ausschreibung nennt Fristen für Anträge zu Milchmengen im ersten und zweiten Halbjahr 2026.





