Fuerteventura spricht über einen Streit um einen Sozialvertrag, neue Kulturtermine und den Ausbau von Mobilität sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sozialdienst SPAP: AFFA erhebt Vorwürfe, Inselverwaltung weist sie zurück
AFFA und Partner haben Unregelmäßigkeiten bei einem Sozialvertrag des Cabildo angeprangert. Die Asociación de Fuerteventura de Familias de Personas con Alzheimer y otras Demencias stellte am Donnerstag Zweifel an der vorgeschriebenen Akkreditierung für einen spezialisierten Dienst für abhängige Personen dar und reichte nach eigenen Angaben am 12. Mai einen verwaltungsgerichtlichen Einspruch mit Eilantrag ein. Das Observatorio de Derechos Sociales de Canarias kündigte zudem eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft an.
Die Inselverwaltung hat das Vergabeverfahren anschließend als ordnungsgemäß verteidigt. Sie erklärte, sie habe 120 Plätze im Wert von 1.722.000 Euro ausgeschrieben, eine Bewerbung wegen eines unheilbaren Dokumentenmangels ausgeschlossen und den verbleibenden Anbieter als im Register kooperierender Einrichtungen eingetragen bezeichnet. Ein technisches Team der Sozialabteilung überwacht den Dienst.
Puerto del Rosario sichert Busverkehr nach Ende der Linie 1
Das Rathaus hat den Nahverkehr nach dem Auslaufen des Vertrags der Buslinie 1 zum 1. Juni zugesichert. Bürgermeister David de Vera erklärte, die Stadt arbeite an einer neuen Ausschreibung, die Verbindungen unter anderem zwischen Flughafen und La Mareta sowie nach Playa Blanca, Puerto und La Hondura verbessern solle. Eine Verlängerung des alten Vertrags sei gesetzlich nicht möglich.
Transportdezernent Luis Chacón sagte, die Linien 2 und 3 deckten die bisherigen Gebiete ab und ergänzten sich mit den Linien 3 und 10 der Inselverwaltung. Er verwies auf mehr als 20.000 Nutzer pro Monat und kündigte zudem die Reaktivierung von behindertengerechten Taxis auf Abruf an.
PP verlangt schnellere Baugenehmigungen in Puerto del Rosario
Der Partido Popular hat die verzögerte Bearbeitung von Baugenehmigungen in Puerto del Rosario kritisiert. Sprecherin Ana Padilla sagte, die langsame Verwaltung belaste Anwohner, bremse Investitionen und erschwere den Zugang zu Wohnraum. In der nächsten Stadtratssitzung wolle die Partei sofortige Lösungen einfordern.
Die PP-Stadträtin Clara Peña verwies auf das Dekret-Gesetz 3/2025 vom 21. April, das außergewöhnliche Mechanismen zur Beschleunigung von Verfahren ermögliche. Die Stadt solle demnach mit Berufsverbänden und städtebaulichen Partnern zusammenarbeiten, um technische Berichte zu erstellen und den Engpass im Technischen Büro zu entschärfen.
Fuerteventura Avanza kritisiert PNL zum tierärztlichen Notdienst
Fuerteventura Avanza hat eine im Parlament der Kanarischen Inseln verabschiedete Proposición No de Ley für einen 24-Stunden-Notdienst in der Veterinärmedizin als "leeres Versprechen" bezeichnet. Sprecherin Peña Armas erklärte, die Partei habe die Forderung seit Jahren im Stadtrat von Puerto del Rosario erhoben und bereits im Januar 2025 einen Antrag gestellt, der politisch abgelehnt worden sei.
Armas sagte, ein Jahr nach einer Plenarbeschlussfassung habe sich nichts geändert, weshalb die Partei im Januar 2026 erneut eine Motion eingereicht habe. Fuerteventura Avanza forderte eine sofortige Koordination zwischen Verwaltungen, Tierkliniken und Tierschutzgruppen und verwies darauf, dass eine PNL nicht bindend sei.
Inselverwaltung unterstützt Fudenas 2026 und erweitert das Programm
Das Cabildo hat den Vertrag zur Unterstützung von Fudenas 2026 unterzeichnet. Präsidentin Lola García, Sportbeauftragter Luis González sowie Oberst Andrés García Gallego vom Regiment Soria 9 und Vertreter des Sportvereins Soria 9 besiegelten das Abkommen für die Veranstaltung am 17. Oktober.
Die 19. Ausgabe umfasst das 150 Kilometer lange Mountainbike-Rennen von Corralejo nach Morro Jable und erstmals einen 42 Kilometer langen Marsch. González sprach von mehr als 1.500 Teilnehmern und einer der größten Sportveranstaltungen auf der Insel, deren Neuerungen die Attraktivität steigern sollten.
MAF erhält seltene Keramik des Majo-Volkes als Spende
Das Museo Arqueológico de Fuerteventura hat eine bedeutende Keramik aus der Kultur des Majo-Volkes erhalten. Spender Juan Martín Guerra übergab das Stück im Beisein von Vertretern der Inselinstitution und des Museumsteams, während Experten des Museums eine Katalogisierung und vertiefte Studien ankündigten.
Präsidentin Lola García bezeichnete die Aufnahme als wichtigen Beitrag zur Identität der Majoreros. Rayco De León, zuständiger Berater, erklärte, das Museum verfolge damit die Rückholung verstreuten Kulturerbes. Die Keramik stammte aus einer dokumentierten Geschichte von 55 Jahren und war 1996 von Guerra erworben worden.
Puerto del Rosario startet Ehrungen und plant Städtepartnerschaft
Der Stadtrat hat Verfahren zur Würdigung von Persönlichkeiten und Gruppen beschlossen. Bürgermeister David de Vera betonte die Bedeutung der Anerkennung für die Identität der Stadt, während Kulturdezernent Juan Manuel Verdugo die Ehrungen als Akt der Gerechtigkeit bezeichnete. Die Verfahren sollen binnen drei Monaten abgeschlossen werden.
Posthum sollen Antonio Alonso Patallo, Lehrer und Unterstützer des Bildhauersymposiums, sowie der Schriftsteller Alexis Ravelo Ehrenbürger werden. Zudem sind eine Straße für die Autorin und Aktivistin Lorenza Machín, Auszeichnungen für Ópera Fuerteventura und den Künstler José Concepción sowie die Umbenennung des Stadions von Los Pozos in "Antonio Mederos" vorgesehen. Eine Städtepartnerschaft mit San Antonio und Sauces in Uruguay wurde initiiert.
La Oliva kündigt Kanaren-Tag mit Markt, Kultur und Handel an
La Oliva hat das Programm zum Tag der Kanaren vorgestellt. Die von den Stadträten David Hernández und Alexandra Martín geleiteten Kultur- und Handelsabteilungen planen Veranstaltungen vom 18. bis 23. Mai in El Cotillo mit Workshops, Vorträgen und Themen-Tagen, die Traditionen, Gastronomie und Identität aufgreifen.
Am großen Tag starten Aktivitäten um 10 Uhr und enden mit einem Volksball um 17.30 Uhr, dazu kommt ein Konzert von Pieles de Laboratorio Escénico aus Teneriffa. Die "Semana Canaria ¡Enyesque Comercial!" läuft vom 20. bis 29. Mai mit einem Markt mit 24 Ständen und Einkaufsgutscheinen im Wert von 3.000 Euro.
Sicasumbre: Inselverwaltung reinigt astronomischen Aussichtspunkt
Die Inselverwaltung hat den astronomischen Aussichtspunkt Sicasumbre gereinigt. Die Teams säuberten den Bereich vom Parkplatz an der Straße zwischen Pájara und La Pared bis zum Aussichtspunkt, als Teil des Programms "Fuerteventura, bonita por naturaleza".
Im vergangenen Jahr hatten sie bereits Bänke, Papierkörbe und Informationstafeln erneuert. Sicasumbre zieht täglich etwa 400 Besucher an und gilt als erster Ort auf der Insel, der den Nachthimmel als Attraktion anbietet. Seit 2025 gehören auch Skulpturen der Majorera-Ziegen zur Inselpromotion.
Neue Termine: Kolloquium und historische Route in Ajuy
Das Cabildo hat ein Kolloquium über maritime Erinnerungen angekündigt. Am 16. Mai um 18.00 Uhr sprechen im Kulturzentrum von Ajuy die Fischer León und Horacio Avero Umpiérrez sowie Juan José Betancort Roger von der Vereinigung Los Mariantes über traditionelle Fischerei und die Weitergabe von Wissen.
Am 24. Mai um 09.00 Uhr folgt eine historische Tour vom Llano del Sombrero zum Puerto de la Peña. Die Route führt durch Ajuy und beleuchtet verschiedene Epochen, während die Inselverwaltung einen Busservice ab Puerto del Rosario, Antigua und Tuineje bereitstellt. Anmeldungen laufen über patrimoniofuerteventura.com.
Sommerlager Los Baifitos öffnet Anmeldungen für 2026
FIMAPA hat die Anmeldungen für das Campamento Los Baifitos 2026 geöffnet. Die Federación Insular Majorera de Madres, Padres y Alumnado nimmt Reservierungen vom 22. Juni bis 28. August an und verlegt den Standort in die Studentenresidenz in Puerto del Rosario, weil der Albergue de Tefía nicht durchgängig verfügbar war.
Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche von drei bis 14 Jahren und umfasst Ausflüge sowie kreative und sportliche Aktivitäten, Verpflegung bis zur Abholung und optional Übernachtungen von Montag bis Freitag. Für berechtigte Familien aus Puerto del Rosario ist eine kostenlose Teilnahme über den Plan Corresponsables 2026 möglich, der vom spanischen Gleichstellungsministerium stammt und lokal umgesetzt wird.





