La Gomera arbeitet an neuer Bewässerungstechnik, führt Notfallübungen durch und fördert E-Mobilität. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Bewässerungsprojekt in Hermigua soll Wasser sparen
Die Kanarenregierung hat ein Pilotprojekt für effiziente Bewässerung auf La Gomera gestartet. Auf vier Bananenplantagen im Hermigua-Tal werden 2026 und 2027 neue Systeme getestet, finanziert mit 190.000 Euro. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero erklärte, man untersuche Tröpfchenbewässerung und Bodenüberwachung, um die Wassernutzung zu optimieren.
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo nannte das Vorhaben einen Schritt zu einem modernen Modell, das reale Daten liefern und Kosten senken soll. Bürgermeisterin María Solveida Clemente sagte, die Ergebnisse könnten auf andere Plantagen übertragen werden. Die ersten Pflanzungen starten nächste Woche, die Installation der Tröpfchenbewässerung soll bis Juli abgeschlossen sein.
Entsalzung und Legalisierung von Viehbetrieben
Die Kanarenregierung stellt mehr als 13 Millionen Euro für Entsalzungsanlagen bereit, um die Wasserversorgung der Landwirtschaft zu verbessern. In Hermigua auf La Gomera ist eine Anlage mit 1.781.929,40 Euro vorgesehen, um die Produktion abzusichern.
Parallel übergaben Regierungsvertreter Legalisierungsdokumente für zwei Viehbetriebe, die seit den frühen 1990er Jahren aktiv sind. San Sebastiáns Bürgermeisterin Angélica Padilla betonte die Bedeutung rechtlicher Sicherheit für Wirtschaft und Tradition auf der Insel.
Inselverwaltung fördert Elektrofahrzeuge und Ladepunkte
Die Inselverwaltung stellt 500.000 Euro für Zuschüsse zu Elektrofahrzeugen und Ladestationen bereit. Präsident Casimiro Curbelo erklärte, die Summe könne um bis zu 400.000 Euro steigen, damit alle Anträge bedient werden. Gefördert werden unter anderem reine Elektroautos mit bis zu 12.000 Euro und Motorräder oder Elektroroller mit bis zu 3.000 Euro, jeweils bis maximal 40 Prozent des Marktpreises.
Für den Personenverkehr sieht das Programm bis zu 10.000 Euro für Pkw mit maximal acht Sitzen und bis zu 30.000 Euro für größere Fahrzeuge vor. Anträge können vom 14. Mai bis zum 10. Juni online oder persönlich eingereicht werden. Privatpersonen müssen seit mindestens zwei Jahren auf La Gomera leben, Unternehmen und Selbstständige seit mindestens zwei Jahren auf der Insel tätig sein.
Flughafen La Gomera testet Notfallplan mit Großübung
Der Flughafen La Gomera hat die Notfallübung Jilguero 2026 durchgeführt. Die Einsatzkräfte simulierten den Unfall eines ATR 72 Flugzeugs der fiktiven JILGUERO Air mit 14 Insassen beim Landeanflug aus Teneriffa, inklusive Treibstoffbrand und schweren Strukturschäden. Der AFIS-Dienst löste Alarm aus, danach aktivierte man den Notfallplan und zog externe Kräfte hinzu.
Die Übungsbilanz laut Szenario: sieben Tote, drei Schwerstverletzten, zwei Schwerverletzten und zwei Leichtverletzten. Beteiligt waren unter anderem der Flughafenbetreiber Aena, die Notrufzentrale CECOES 112, der Kanarische Rettungsdienst SUC sowie Guardia Civil und Polizei. Mit der Übung erfüllte der Flughafen Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO.
UME führt Manöver in Vallehermoso und Chipude durch
Die Stadtverwaltung von Vallehermoso hat diese Woche Einsatzmanöver der Unidad Militar de Emergencias (UME) begleitet. Bürgermeister Emiliano Coello besuchte den Einsatzleitstand und ließ sich zusammen mit Ricardo Coello, dem Stadtrat für Katastrophenschutz, die Abläufe erklären. UME-Kommandant José Martín Mirabal traf sich am Mittwoch mit dem Bürgermeister im Rahmen der Übungen.
Die Teams führten Erkundungen und logistische Einsätze durch und simulierten Notfallszenarien in Vallehermoso und Chipude. Emiliano Coello sagte, solche Übungen verbesserten Reaktionsfähigkeit und Zusammenarbeit in geografisch komplexen Gebieten. Die Stadt dankte den Einsatzkräften und kündigte an, die Koordination zwischen Behörden und Sicherheitsdiensten weiter zu stärken.
San Sebastián empfängt UME-Führung zu Brandbekämpfungsübungen
Juan Luis Navarro hat José Martín Mirabal von der UME auf La Gomera empfangen. Das Treffen fand in der Direktion in San Sebastián statt, während die UME auf der Insel Übungen zur Brandbekämpfung durchführte. Navarro dankte für die Präsenz der Einheit.
Die UME setzte nach Angaben der Stadt präventive Maßnahmen in Vallehermoso, Chipude und San Sebastián um. Die Übungen liefen in dieser Woche und sollten die Vorbereitung auf Waldbrandlagen verbessern.
Valle Gran Rey bewilligt mehr Gewerbezuschüsse
Das Rathaus von Valle Gran Rey hat die Vergabe von Subventionen für Selbstständige und kleine bis mittlere Unternehmen abgeschlossen. Es bewilligte 2026 insgesamt 167.548,03 Euro, nachdem mehr als 200 Anträge eingegangen waren. Die Quote genehmigter Anträge stieg auf 68,93 Prozent, im Vorjahr hatte sie bei 54,58 Prozent gelegen.
Bürgermeister Borja Barroso sagte, die Zahlen zeigten das Engagement für die lokale Wirtschaft, und man wolle die nächste Ausschreibung vereinfachen. Die Stadträtin für Handel, Ariana Mesa, verwies auf die hohe Nachfrage. Das Rathaus kündigte an, die bewilligten Beträge in den kommenden Tagen auszuzahlen.
PSOE verlangt Auskunft zur Jagdregelung nach TSJC-Urteil
Die PSOE-Fraktion im Cabildo von La Gomera hat eine Erklärung der Regierungsgruppe zur Jagdregelung gefordert. Sie will im nächsten Plenum klären, welche Gebiete als kontrollierte Jagdzonen gelten, nachdem der Oberste Gerichtshof der Kanaren (TSJC) ein Dekret zur Verlängerung von 2022 für nichtig erklärt hatte. Die Sozialisten begründeten das mit fehlender aktueller technischer Bewertung und weiteren Berichten.
Die PSOE sagte, es hätten zudem verfahrensrechtliche Garantien gefehlt, darunter Anhörungen Betroffener sowie Berichte von Inselrat und autonomer Regierung. Außerdem fragte sie, ob Gebühren für kontrollierte Jagdkarten und die Teilnahme an der notariellen Verlosung seit 2022 samt Zinsen erstattet worden seien, wie es das Urteil verlange.
IxLG fordert Reform der Studienbeihilfen in Vallehermoso
Iniciativa por La Gomera (IxLG) hat im Stadtrat von Vallehermoso eine neue Regelung für Studienbeihilfen gefordert. Sprecher Alejandro García Vera erklärte, die Verordnung sei veraltet und schließe Familien durch Bürokratie und Dokumentationspflichten aus. Er kritisierte auch die Höhe der Hilfen angesichts steigender Lebenshaltungskosten, besonders für Schüler, die die Insel verlassen müssen.
García Vera verwies auf die Ausführung 2025: Von 20.000 Euro seien nur 6.200 Euro vergeben worden. IxLG verlangte eine Reform nach Pro-Kopf-Einkommen, aktualisierte Beträge und weniger Bürokratie, auch durch Nutzung bereits vorliegender Dokumente. Ziel sei ein gerechterer Bildungszugang in der Gemeinde.





