Tausende Menschen haben am Freitag in Candelaria den Día Grande zu Ehren der Schutzpatronin der Kanaren gefeiert. Die Veranstaltung stand im Zeichen tiefer religiöser Verbundenheit, gelebter Tradition und eines umfassenden Sicherheitskonzepts. Bürgermeisterin Mari Brito betonte, dass dieser Tag die Gemeinde besonders vereine und dankte allen Beteiligten für die koordinierte Zusammenarbeit. „Wenn wir gemeinsam vorangehen, ist dieses Fest größer als je zuvor“, sagte Brito.
Wegen Bauarbeiten auf der Plaza de la Patrona de Canarias fand die traditionelle Militärparade in diesem Jahr erstmals um 10.45 Uhr am Rathaus statt. Dort empfing die Bürgermeisterin als offizielle Vertreterin des Königs die Ehrengäste. Anwesend waren unter anderem der Kommandeur des Kanarenkommandos, Generalleutnant Julio Salom Herrera, sowie weitere regionale und lokale Würdenträger.
Día Grande in Candelaria auf Teneriffa vereint Tradition und Gemeinschaft
Im Anschluss zog die zivile Prozession vom Rathaus zur Plaza de la Patrona, begleitet von der Banda de Música Las Candelas, die während des Auszugs des Stadtbanners die Hymne von Candelaria spielte. Die Basilika war Schauplatz der feierlichen Eucharistie, die erstmals von Bischof Eloy Alberto Santiago Santiago von der Diözese Nivariense geleitet wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Chorgruppe Voces para la Esperanza Villa de Candelaria und das Kammerorchester Las Candelas.
Die Zeremonie wurde live von mehreren Medien übertragen. Im Anschluss folgte die Prozession der Statue der Virgen de Candelaria über den Platz, begleitet von örtlichen Musikgruppen und einem Feuerwerk.
Hohes Besucheraufkommen und zahlreiche Ehrengäste in Candelaria
Unter den Gästen befanden sich der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, Gesundheitsministerin Candelaria Delgado, Regierungsdelegierter Anselmo Pestana und die Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, Rosa Dávila. Auch zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus verschiedenen Gemeinden der Inseln sowie konsularische Vertreter mehrerer Länder nahmen teil.
„Dieses Fest ist Teil unserer Identität, unserer Geschichte und hat dank der Tradition und dem Glauben vieler Generationen von Tinerfeños und Canarios bis heute Bestand“, erklärte Fernando Clavijo.
Sicherheitskräfte und Rettungsdienste im Dauereinsatz
Die militärische Delegation wurde von Generalleutnant Julio Salom Herrera angeführt. Neben der Armee und der Guardia Civil waren auch lokale Polizeikräfte aus mehreren Gemeinden beteiligt. Das Einsatzteam des CECOPAL verzeichnete rund 100 Vorfälle, überwiegend medizinische Hilfeleistungen für Pilger mit Verletzungen, Kreislaufproblemen oder Abschürfungen. Drei Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Im Bereich Sicherheit gab es mehr als 20 Einsätze, hauptsächlich wegen Störungen der öffentlichen Ordnung und Verkehrsproblemen.
Die Veranstaltung unterstrich erneut die Bedeutung des Festes für die Bevölkerung, die jedes Jahr in Candelaria zusammenkommt, um der Schutzpatronin der Kanaren zu huldigen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.









