ODESOCAN hat den Zusammenhang zwischen der schwierigen Wohnraumsituation und dem Anstieg psychischer Erkrankungen auf dem Archipel festgestellt. Der aktuelle Bericht des Observatorio de Derechos Sociales de Canarias (ODESOCAN) analysiert die enge Verbindung zwischen den derzeitigen Bedingungen für den Zugang zu Wohnraum und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung auf den Kanarischen Inseln.
Die Untersuchung zeigt, dass der stetige Anstieg der Mietpreise, der touristische Druck, das Wachstum von Immobilienblasen und die unsicheren Arbeitsverhältnisse im Dienstleistungssektor zu den Hauptfaktoren zählen, die den Zugang zu angemessenem Wohnraum auf den Kanaren erschweren. Nach Angaben von ODESCAN stehen diese Hindernisse in direktem Zusammenhang mit der Zunahme psychischer Erkrankungen.
Wohnungsmarkt auf den Kanaren als Risikofaktor für psychische Gesundheit
„Für jeden Euro, den die Miete steigt, nehmen die mit psychischer Gesundheit verbundenen Störungen zu“, heißt es im Bericht. Die Wohnsituation gilt laut Studie als einer der wichtigsten Indikatoren für den psychischen Zustand einer Bevölkerung.
Emma Colao, Direktorin von ODESCAN, betont: „Auch wenn das politische Nichtstun beim Wohnungsproblem auf den Kanaren in diesem Bericht nicht explizit genannt wird, ist es zweifellos die Hauptursache des Problems, dessen Folgen sogar die Gesundheit der Bevölkerung beeinträchtigen.“ Sie kritisiert, dass die Politik „des Abwartens, die angeblich alles heilt, längst keine Probleme mehr löst“.
Bericht fordert politische Maßnahmen für bessere Wohnsituation
Das Dokument fordert dringend die Umsetzung öffentlicher Maßnahmen, die einen gerechteren Zugang zu Wohnraum gewährleisten und die psychosozialen Dienste stärken, um die sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen der Bevölkerung wirksam anzugehen.
Interessierte können den Bericht zu Wohnraum und psychischer Gesundheit sowie weitere Studien des Observatoriums auf der offiziellen Website www.odesocan.org einsehen.


