La Gomera hat nach dem Sturm Therese Notfallinvestitionen in Höhe von 5,9 Millionen Euro mobilisiert, ein Beschäftigungsprogramm für junge Fachkräfte gestartet und steht vor Forderungen nach mehr Transparenz beim Nebelfänger-Projekt.
5,9 Millionen Euro für Reparaturen nach Sturm Therese
Die Inselverwaltung hat 31 Notfallmaßnahmen zur Wiederherstellung der Infrastruktur eingeleitet. Sie betreffen alle sechs Gemeinden und richten sich vor allem auf Bewässerungssysteme, Entwässerungen und durch Sturm Therese beschädigte Bereiche. Den Anstoß gab der Inselwasserrat. Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo erklärte, die Projekte sicherten Wasserversorgung und Schutz in den betroffenen Zonen. Die Maßnahmen gliedern sich in vier Blöcke: 19 Vorhaben an Kanälen und Depots, Investitionen in den Hochwasserschutz, die Versorgung in Erque und Arguayoda sowie Abdichtungen an Staudämmen wie der Balsa de Alojera.
Neues Beschäftigungsprogramm für 14 junge Fachkräfte
Am 1. Juli hat die Inselverwaltung ein Beschäftigungsprogramm für 14 qualifizierte junge Erwachsene gestartet. Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo sagte, das Vorhaben erleichtere den Einstieg in den Arbeitsmarkt und stärke zugleich öffentliche Dienste. Die vierte Ausgabe des Programms finanziert der Entwicklungsfonds der Kanaren mit 722.000 Euro. Vorgesehen sind Stellen unter anderem in Krankenpflege, Verwaltung, Kindererziehung, Psychologie, Agrarwissenschaft und Rechtswissenschaft. Curbelo verwies auf insgesamt 2,9 Millionen Euro für 74 Teilnehmende seit Programmstart und nannte eine Jugendarbeitslosenquote von 4,77 Prozent auf La Gomera.
IxLG fordert Rechenschaft zum Nebelfänger-Wasserprojekt
Guzmán Correa Marichal hat im Plenum konkrete Daten zum Nebelfänger-Projekt eingefordert. Der Sprecher von Iniciativa por La Gomera (IxLG) verlangte vom Cabildo Insular, die Ergebnisse eines mit fast einer Million Euro geförderten Vorhabens zur Wassergewinnung offenzulegen. Correa Marichal erinnerte daran, dass das Projekt vor fünf Jahren als exemplarisch angekündigt worden sei und sich sogar für andere Inseln eignen sollte. Fünf Jahre nach der Finanzierung seien jedoch keine Resultate öffentlich bekannt. Er fragte, wie viel Wasser seit Inbetriebnahme gesammelt worden sei, und betonte den Anspruch der Bürger auf eine transparente Bewertung großer öffentlicher Investitionen.
Cabildo erklärt Solidarität mit Erdbebenopfern in Venezuela
Das Plenum der Inselverwaltung hat eine institutionelle Erklärung zur Unterstützung Venezuelas verabschiedet. Es drückte Mitgefühl für die Opfer eines verheerenden Erdbebens aus, das zahlreiche Todesopfer gefordert und große Schäden verursacht hatte. Der Text übermittelte Beileid an die Familien der Verstorbenen und Genesungswünsche an Verletzte. Er verwies auf enge menschliche und kulturelle Verbindungen zwischen La Gomera und Venezuela und schloss ausdrücklich Venezolaner auf den Kanaren sowie gomerosche und kanarische Gemeinschaften in Venezuela ein. Das Cabildo bot Unterstützung bei humanitärer Hilfe und Wiederaufbau an.
Hermigua öffnet Anmeldung für Kunsthandwerksmesse 2026
Der Stadtrat von Hermigua hat die Anmeldefrist für die XXIX. Kunsthandwerksmesse eröffnet. Die Veranstaltung findet am 15. und 16. August 2026 im Parque de El Curato statt und soll als Sommerhöhepunkt Kunsthandwerk, lokale Produkte und Kulturerbe würdigen. Anträge können vom 6. bis 20. Juli 2026 über die Kanäle des Rathauses eingereicht werden, persönlich oder über das elektronische Portal. Geplant sind maximal 30 Stände, darunter zehn für Lebensmittelunternehmen und 20 für Kunsthandwerker. Bleiben Plätze frei, können auch Kunsthandwerker von anderen Inseln teilnehmen.
Patronatsfeste 2026 in Playa de Santiago: Programm vorgestellt
Das Rathaus von Alajeró hat die Patronatsfeste in Playa de Santiago für 2026 angekündigt. Die Feierlichkeiten zu Ehren der Virgen del Carmen und Santiago Apóstol laufen vom Samstag, 11. Juli, bis Samstag, 25. Juli, getragen von Anwohnern, Unternehmen und lokalen Geschäften. Das Programm umfasst Konzerte, Workshops, Turniere und religiöse Akte auf der Plaza del Carmen. Geplant sind unter anderem die Buchmesse "El Puerto de las Letras", Wassersportangebote, ein Silbo-Gomero-Workshop sowie Messen und Prozessionen mit maritimer Prozession und Feuerwerk. Bürgermeister Manuel Ramón Plasencia lud Einwohner und Besucher zur Teilnahme ein.
Blutspenden auf La Gomera im Hospital Nuestra Señora de Guadalupe möglich
Die Direktion für Blutspende und Bluttherapie hat zu regelmäßigen Spenden aufgerufen. Blut und Blutbestandteile lassen sich nicht künstlich herstellen, deshalb bleibt die freiwillige Spende für die Versorgung der Krankenhäuser auf den Kanarischen Inseln entscheidend. Die Behörde plant mobile Entnahmeeinheiten und feste Spendepunkte auf allen Inseln. Auf La Gomera können Spender im Hospital Nuestra Señora de Guadalupe Blut spenden. Voraussetzungen sind ein Alter von 18 bis 65 Jahren, mindestens 50 Kilogramm Körpergewicht und eine gute allgemeine Gesundheit.
Arbeitslosigkeit auf den Kanaren weiter gesunken
Die PSOE-Abgeordnete für La Gomera hat neue Arbeitsmarktdaten hervorgehoben. In Spanien sank die Arbeitslosigkeit im Juni um 28.739 Personen; die Zahl der Arbeitslosen lag bei 2.291.982 und damit erstmals seit Januar 2008 unter 2,3 Millionen. Die Zahl der Sozialversicherungsmitglieder stieg um 128.533 auf rund 22,46 Millionen. Auf den Kanarischen Inseln ging die Arbeitslosigkeit im Juni um 2.189 Personen auf 142.409 zurück, im Jahresvergleich um 8.295 Personen beziehungsweise 5,5 Prozent. Als Treiber nannte sie Tourismus und Sommerdienstleistungen.
ISTAC meldet mehr Viehzuchtbetriebe auf den Kanaren
Das Instituto Canario de Estadística (ISTAC) hat einen Zuwachs bei Viehzuchtbetrieben veröffentlicht. Die Statistik weist 4.293 Betriebe aus und verzeichnet von 2024 bis 2025 einen Anstieg um 5,1 Prozent. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero erklärte, der Trend zeige eine Trendwende nach einem Rückgang der vergangenen zehn Jahre. Die Regularisierung bleibe Priorität der Regierung der Kanarischen Inseln und schaffe Rechtssicherheit für Modernisierung und Förderungen. Bisher seien 38 Betriebe legalisiert worden; neue Regelungen für landwirtschaftliche Nutzungen sollen nach dem Sommer veröffentlicht werden.





