Der Senator der Agrupación Socialista Gomera (ASG), Fabián Chinea, hat eine Reihe von Anfragen an die Ministerien für Ökologische Transformation und Verteidigung gestellt, um die Pläne der spanischen Regierung zur Verstärkung und Stabilisierung der Waldbrandbekämpfung auf den Kanarischen Inseln zu erfahren. Die parlamentarischen Initiativen stehen im Zusammenhang mit dem am Sonntag auf Teneriffa ausgebrochenen, inzwischen stabilisierten Brand, der ein Gebiet nahe den Flächen betrifft, die bereits beim Großbrand im Sommer 2023 verwüstet wurden. Chinea lobte das gemeinsame Einsatzteam, das weiterhin gegen das Feuer auf Teneriffa kämpft, für seine „aufopferungsvolle und effiziente Arbeit“. Gleichzeitig betonte er, dass solche Vorfälle „auch eine Warnung und der Beweis sind, dass wir beim Schutz der kanarischen Wälder nicht nachlassen dürfen – und das inzwischen über mehr Monate als nur im Sommer“.
Der Senator sieht in dem aktuellen Brandereignis, obwohl es weniger intensiv ausfiel, „eine klare Mahnung, dass die Gefahr nicht gebannt ist und dass entschlossenes Handeln dringend notwendig ist, bevor es zu weiteren Umwelt- und Menschentragödien kommt“. Bereits 2022 hatte Chinea die Zentralregierung aufgefordert, ihre Zusagen zur Prävention und zur Verstärkung der Einsatzmittel einzuhalten. Er warnte, „die Zeit zeigt, dass wir weiterhin zu stark auf aus der spanischen Halbinsel verlegte Einsatzkräfte angewiesen sind und keine dauerhafte, an die kanarische Topografie angepasste Luftunterstützung vor Ort haben“.
Waldbrandbekämpfung auf Teneriffa im Fokus
Zu den eingereichten Fragen zählt die Bitte um Informationen zu den Plänen des Ministeriums für die ökologische Transformation bezüglich einer Verbesserung der staatlichen Luftrettungsmittel mit fester Basis auf dem Archipel. Chinea erkundigt sich auch nach der Einbindung neuer Einsatzmittel, die für das zerklüftete und fragmentierte Gebiet der Kanaren geeignet sind, insbesondere nach dem Abzug des Kamov-Hubschraubers wegen internationaler Sanktionen gegen Russland, die die Ersatzteilversorgung unmöglich machen. Zudem fragt er nach den Kriterien der Zentralregierung für die jährliche Einsatzplanung im neuen Kontext des Klimawandels, da Waldbrände nicht mehr nur im Sommer auftreten.
Im Hinblick auf das Verteidigungsministerium will Chinea wissen, ob eine Aufstockung von Personal und Material der Unidad Militar de Emergencias (UME) auf den Inseln geplant ist. Diese Einheit habe sich bei der Eindämmung großer Brände auf Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera und La Palma in den vergangenen Jahren bewährt. „Der Klimawandel hat die Gefährlichkeit von Bränden auf den Kanaren vervielfacht. Wir dürfen nicht länger so tun, als sei dies ein saisonales Problem. Es braucht Planung, Prävention und eigene, stabile Ressourcen, die an das Gebiet angepasst sind. Die Vorbeugung darf nicht länger das Stiefkind der Umweltpolitik sein“, resümierte der Senator von La Gomera.










