Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung von La Gomera, hat mehr Chancen für junge Menschen auf der Insel gefordert. Viele Gomeros hätten die Insel früher verlassen müssen, um eine Ausbildung zu absolvieren oder beruflich voranzukommen. Nur konkrete Perspektiven könnten diese Realität ändern. Berufliche Eingliederung müsse Teil jedes Inselprojekts sein – es gehe nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um Verwurzelung.
La Gomera stärkt Jugendbeschäftigung mit Inselprogrammen
Curbelo verwies auf das Programm für Neue Beschäftigungsmöglichkeiten der Inselverwaltung. In vier Ausgaben wurden damit fast 2,97 Millionen Euro mobilisiert; 74 junge Menschen sammelten so erste Berufserfahrungen. Auf einer kleinen Insel habe das besonderes Gewicht. Curbelo betonte auch den immateriellen Wert solcher Einstiege: Sie gäben Sicherheit und machten Fähigkeiten sichtbar.
Kleine Unternehmen und Selbstständige als Schlüssel für erste Jobs
Curbelo hob die Rolle kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Selbstständiger bei der Jugendbeschäftigung hervor. Viele junge Menschen hätten ihre erste Chance in kleinen Geschäften oder touristischen Betrieben gefunden, die auf La Gomera oft das Rückgrat des Arbeitsmarkts bildeten. Damit solche Einstiege häufiger gelängen, müssten steuerliche Instrumente die besonderen Bedingungen einer Insel berücksichtigen.
Mehr als 3 Millionen Euro für Bildung und Stipendien auf La Gomera
Bildung beschrieb Curbelo als Grundlage für Beschäftigungsfähigkeit. Die Inselverwaltung habe mehr als 3 Millionen Euro in Bildungsmaßnahmen investiert, von denen rund 2.500 Studierende profitiert hätten. Entscheidend sei die Kontinuität zwischen Ausbildung und späterer Arbeit – damit La Gomera keine gut ausgebildete Generation verliere und das Wissen auf der Insel angewandt werde.





