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    Lanzarote Nachrichten 1. Juli 20266 Min. Lesedauer

    Lanzarote: Namenswechsel überrascht, Gesundheitskritik wächst

    Kanaren News Lanzarote News-Ticker

    Lanzarote diskutiert über Missstände in der Gesundheitsversorgung, die neue Wasserleitung im Norden, den offiziellen Namenswechsel der Inselverwaltung und weitere aktuelle Entwicklungen.

    Gesundheitsversorgung im Norden von Lanzarote sorgt für Kritik

    Yoné Caraballo, Abgeordneter für Lanzarote und La Graciosa, hat die Versorgungslage im Norden der Insel kritisiert. Er erklärte, 423 Familien müssten ihre Kinder zur pädiatrischen Behandlung nach Costa Teguise fahren, weil im Gesundheitszentrum von Mala kein Kinderarzt verfügbar gewesen sei. Das widerspreche den Zusagen von Gesundheitsministerin Esther Monzón.

    Familien aus Órzola müssten 32 Kilometer zurücklegen, obwohl das Zentrum in Mala nicht ausgelastet sei, so Caraballo. Marcos Lemes, Gesundheitsstadtrat von Haría, erinnerte daran, er habe die Rückkehr der Pädiatrie nach Mala vor mehr als einem Jahr gefordert – trotz Zusagen sei nichts passiert.

    Wasserleitung von Zonzamas bis Arrieta stabilisiert Versorgung im Norden

    Der Consorcio del Agua de Lanzarote hat die neue Versorgungsleitung im Norden in Betrieb genommen. Oswaldo Betancort, Präsident des Wasserverbunds, erklärte, Haría und Máguez erhielten nun regelmäßig Wasser – was vor wenigen Monaten noch undenkbar gewesen sei. Die Hauptleitung transportiert Wasser bis zum Depot in Arrieta; der letzte Abschnitt zur Anbindung von Haría stand noch aus.

    Domingo Cejas, Wasserbeauftragter des Consorcios, sagte, geplante Abschaltungen hätten nicht an technischen Problemen gelegen, sondern an der Verteilung auch für die Landwirtschaft. Der Verbund plane eine weniger aggressive Unterbrechungsstrategie, um Anwohner zu entlasten und die Versorgung abzusichern.

    Inselverwaltung trägt nun offiziell La Graciosa im Namen

    Das Cabildo heißt jetzt offiziell Cabildo Insular de Lanzarote y La Graciosa. Die Umbenennung folgte dem Inkrafttreten der neuen Ley de Cabildos Insulares de Canarias, die im Boletín Oficial de Canarias veröffentlicht wurde und am 30. Juni in Kraft trat. Damit erscheint La Graciosa erstmals als achte bewohnte Insel des Archipels im Namen der Institution.

    Präsident Oswaldo Betancort bezeichnete den Schritt als institutionell bedeutsam. Die Verwaltung hat anschließend den Prozess gestartet, die neue Bezeichnung schrittweise in Dokumenten, Registern, Kanälen und Identifikationselementen anzupassen.

    Lanzarote bekommt neues Zentrum für Notfallkoordination

    Der Konsortiumsrat für Sicherheit und Notfälle hat die Einrichtung eines Insel-Koordinationszentrums CECOPIN beschlossen. Präsident Francisco J. Aparicio erklärte, das integrierte System solle die Notfallversorgung modernisieren, Reaktionszeiten verkürzen und Ressourcen erweitern. Die öffentliche Ausschreibung für Umsetzung und Wartung sollte in den folgenden Tagen starten.

    Vizepräsidentin María Jesús Tovar betonte die Investition von rund 1,4 Millionen Euro aus dem Kanaren-Entwicklungsfonds FDCAN. Das Vertragsbudget lag bei 1.367.945,86 Euro inklusive der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC.

    Gericht bestätigt Rückforderung im Fall Sosa und Dekret von Corujo

    Ein Gericht hat bestätigt, dass die aktuelle Regierung der Kanarischen Inseln Beschlüsse der Vorgängerregierung von Ángel Víctor Torres wegen Rechtswidrigkeit aufheben durfte. Juan Manuel Sosa wurde angewiesen, 300.000 Euro zurückzuzahlen, die er illegal erhalten hatte, um Dolores Corujo als Präsidentin des Cabildo von Lanzarote im Amt zu halten. Corujo hatte im November 2021 ein Dekret unterzeichnet, das als rechtswidrig bewertet wurde.

    Ein Bericht des öffentlichen Dienstes vom 30. März 2023 stellte fest, das Dekret habe eine angeblich exklusive Anstellung von Sosa beim Cabildo bestätigen sollen, die nie existiert habe. Das Dokument habe rückwirkend die Grundlage verändert, während Sosa es später nutzte, um Ansprüche geltend zu machen und die Rückzahlung auf Kosten der Bürger zu vermeiden.

    San Bartolomé startet Jugendprogramm mit inklusiven Angeboten

    San Bartolomé hat im Juli das Programm Julio Joven gestartet. Bürgermeister Isidro Pérez sagte, die Initiative wolle mehr Jugendliche erreichen und Barrieren abbauen, damit niemand wegen fehlender Zugänglichkeit ausgeschlossen werde. Die Gemeinde bot 45 kostenfreie Aktivitäten für Jugendliche ab zwölf Jahren an und erreichte erstmals alle Ortsteile.

    Jugenddezernentin Mónica de León erklärte, es gebe eine inklusive Zeitspanne mit angepassten Aktivitäten und qualifiziertem Personal. Das Programm verbindet Sport, Kultur und Workshops, ergänzt Angebote zum emotionalen Wohlbefinden und setzt auf Diskussionen zu psychischer Gesundheit.

    San Bartolomé holt Kinderbeirat und Jugendhaushalte in die Kommunalpolitik

    San Bartolomé hat einen Schulrat und den ersten Kinderbeirat eingerichtet, um jungen Menschen eine politische Stimme zu geben. Im Kinderbeirat vertreten 21 Schüler die Anliegen von rund 200 Mitschülern. Zudem nahmen 879 Jugendliche an den Jugendhaushalten teil und entschieden über konkrete Maßnahmen.

    Die Gemeinde verwies auf ihre Bewerbung als Ciudad Amiga de la Infancia und nannte Piktogramme in Schulen als Beitrag zu Inklusion und Barrierefreiheit. Der Bürgermeister erklärte, Fortschritt liege nicht nur in Infrastruktur, sondern auch in der Bildung engagierter Bürger.

    Yaiza fördert Einzelsportler mit rund 10.000 Euro

    Yaiza hat rund 10.000 Euro an sechs Einzelsportler aus dem Gemeindegebiet ausgezahlt. Die Zuschüsse lagen zwischen 1.000 und 2.000 Euro pro Athlet und sollen die Teilnahme an offiziellen Wettkämpfen 2024 erleichtern. Bürgermeister Óscar Noda sagte, die Hilfen sollten bessere Bedingungen schaffen und sportliches Talent im Ort fördern.

    Sportdezernent Ángel Lago betonte, Sport verlange Familien zunehmend finanzielle Anstrengungen ab. Als förderfähige Kosten nannte die Gemeinde unter anderem Lizenzen, Verbandsgebühren, Ausrüstung, medizinische Versorgung, Physiotherapie und Reisen; weitere Zahlungen gingen an Vereine und Segelclubs.

    Teguise präsentiert Programm für Fiestas del Carmen 2026

    Teguise hat die Programme für die Fiestas zu Ehren von Nuestra Señora del Carmen 2026 in La Villa de Teguise und auf La Graciosa vorgestellt. Die Veranstaltungen sind vom 2. bis 16. Juli in La Villa und vom 12. bis 28. Juli auf La Graciosa geplant und verbinden Kultur, Sport und religiöse Akte. Höhepunkt in La Villa bleibt die Prozession am 16. Juli mit der Banda Municipal de Teguise.

    Bürgermeisterin Olivia Duque sagte, die Feste seien Teil von Geschichte und Identität. Kultur- und Festbeauftragter Andoni Machín erklärte, man habe gemeinsam mit Bürgern und Gemeinden ein Programm für alle Altersgruppen erarbeitet; das visuelle Design mit Motiven der Skapuliere stammt von Mario Martín Remedios.

    WeWhale dokumentiert Orca Estrella bei Beuteübergabe an Boot

    WeWhale hat neue Aufnahmen der iberischen Orca Estrella veröffentlicht, die auch als White Gladis bekannt ist. Die Bilder aus Juni 2026 zeigen, wie sie sich ruhig einem Boot nähert, einen Thunfischkopf am Rumpf ablegt und die Reaktionen beobachtet. Gründer Janek Andre sagte, das Material solle die Debatte von Sensationslust hin zu Wissenschaft und Sicherheit lenken.

    Cristina Otero Sabio von WeWhale verwies auf einen wissenschaftlichen Artikel zu Orcas, die Menschen Beute anbieten – ein Verhalten, das soziale Bindungen fördern könne. Alexandra Johnston von WeWhale betonte, Interaktionen mit Booten blieben ernst zu nehmen. Die Kampagne Save The Iberian Orca wirbt für präventive Navigation und verantwortliches Verhalten auf See.

    NNGG Lanzarote fordert von Tías mehr Jugendpolitik als ein Aufnahmestudio

    Ana Hernández, Präsidentin von NNGG Lanzarote, der Jugendorganisation der Partido Popular auf Lanzarote, hat eine ambitioniertere Jugendpolitik in Tías gefordert. Ein Aufnahmestudio könne für Musik und audiovisuelle Kreation nützlich sein, doch ohne Bildung, Begleitung und Prävention bleibe es unzureichend. Sie verlangte mehr Angebote zu psychischer Gesundheit und Medienkompetenz.

    Jugendliche bräuchten Orientierung in einer Welt aus Algorithmen und bearbeiteten Lebensbildern, schrieb Hernández. Echte Chancen umfassten auch Beschäftigung, Wohnen und Bildung, damit junge Menschen wachsen könnten, ohne sich zu verlieren.

    Kriminalroman "Será por dinero" verbindet Krimi und Humor

    Der Roman Será por dinero von Aitor Marín ist bei der Verlagsgruppe Siruela erschienen. Die Handlung beginnt mit dem Tod des Gastronomen Ramón Glasé, der an einer mutmaßlichen Viagra-Überdosis starb. Seine Geliebte Paz Carnal, eine ehemalige TV-Persönlichkeit, beauftragt daraufhin einen Privatdetektiv. Detektiv Pascual Cordero untersucht die Familie, während ein pensionierter Polizeikommissar namens Escombreras ebenfalls eingreift.

    Im Verlauf verschwindet Paz Carnal, was die Ermittlungen erschwert – sie hatte keine Vorauszahlung geleistet. Der Roman hebt Corderos eigenwillige Regelbefolgung hervor und gilt als sommerliche Mischung aus Krimi und Komik.

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