Fuerteventura spricht über geschlechtsspezifische Gewalt, Probleme bei der Täterüberwachung und die politische Burka-Debatte sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Frauentag: Kanaren bei Gewaltstatistik unter den betroffenen Regionen
Der Internationale Frauentag hat Spaniens Debatte über geschlechtsspezifische Gewalt neu angeheizt. Das Gleichstellungsministerium meldete, dass in diesem Jahr bereits zehn Frauen getötet wurden, und nannte Andalusien, die Comunidad Valenciana und die Kanarischen Inseln als besonders betroffene Regionen. Die Hälfte der Opfer hatte ihre mutmaßlichen Angreifer zuvor angezeigt, vier Frauen hatten Schutzmaßnahmen.
Überwachungsarmbänder: Ministerium drängte auf funktionierendes System Cometa
Das Gleichstellungsministerium hat den Generalrat der Justiz und die Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Wirksamkeit des Systems Cometa sicherzustellen. Das System überwachte Gewalttäter mit elektronischen Armbändern, doch es gab Probleme, die die Staatsanwaltschaft bereits 2024 bemängelt hatte. Spanien verzeichnete zudem 103.461 aktive Fälle von Frauen unter polizeilicher Beobachtung, darunter 53.716 Fälle mit minderjährigen Kindern der Opfer.
Zwei getötete Kinder: Ein Fall betraf die Kanarischen Inseln
Die Bilanz zum Jahresbeginn hat auch zwei ermordete Kinder umfasst, mutmaßlich getötet durch ihre Väter. Eines der Kinder starb auf den Kanaren, und in einem der Fälle hatte eine frühere Anzeige bereits Schutz ausgelöst. Frauenorganisationen gingen am 8. März erneut auf die Straße und forderten stärkere Schutzmaßnahmen für Betroffene.
Burka-Verbot und offene Gesetze: Politik stritt über Gleichstellungskurs
Die politische Begleitmusik zum Frauentag hat auch die Burka-Debatte geprägt, nachdem das spanische Parlament ein Verbot abgelehnt hatte. Premierminister Pedro Sánchez betonte im Kontext der Spannungen um den Iran-Konflikt, Frauenrechte dürften nicht als Vorwand für Kriege dienen. Gleichstellungsministerin Ana Redondo räumte Hürden bei einem Gesetz gegen Gewalt an Kindern ein, weitere Vorhaben betrafen Menschenhandel und Prostitution.
Geteilte Demonstrationen in Madrid: Feministische Bewegung blieb uneins
Der 8. März hat in Madrid zwei getrennte Demonstrationen gebracht. Das Movimiento Feminista de Madrid zog von Cibeles zur Plaza de España, während die Comisión 8M von Atocha bis zur Metro Sevilla marschierte. Das Ministerium plante zugleich Fördermittel für Organisationen, die Prostitution als Gewalt gegen Frauen einordneten, was Teile der Bewegung als ideologische Auflage kritisierten.






