Ein Waldbrand hat am Montag in der Gegend von Los Partidos de Franchy in der Gemeinde El Tanque auf Teneriffa rund 70 Hektar Buschland erfasst. Noch am Abend teilte Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo de Tenerife, mit, dass das Feuer stabilisiert werden konnte. Der Brand betraf vor allem Ginster und Strauchwerk auf einer Fläche mit einem Perimeter von etwa 3,5 Kilometern. Pinienwälder blieben bislang verschont.
Am Nachmittag waren 75 Einsatzkräfte direkt an der Feuerfront im Einsatz. Neun Fluggeräte unterstützten die Löscharbeiten aus der Luft.
Waldbrand auf Teneriffa: Einsatzkräfte bleiben wachsam
In der Nacht zu Dienstag hielten rund 60 Helfer die Kontrolle im betroffenen Gebiet aufrecht. Es kam zu kleineren Reaktivierungen der Flammen, etwa durch brennende Eukalyptusbäume, doch eine erneute Eskalation blieb aus. Blanca Pérez, Regierungsrätin im Cabildo für Umwelt, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle, erklärte: „Die Nacht war stabil und ohne relevante Zwischenfälle.“
Am Morgen setzten die Einsatzkräfte Drohnen ein, um Glutnester zu lokalisieren und gezielte Löscheinsätze aus der Luft zu ermöglichen. Pérez betonte: „Die Aussichten sind gut, aber wir bleiben wachsam.“ Sie hielt während der gesamten Nacht im Koordinationszentrum CECOPIN Kontakt zu den Einsatzleitungen und lokalen Behörden.
Evakuierungen und Schutzmaßnahmen auf Teneriffa
Rosa Dávila besuchte in der Nacht die Gemeinde Santiago del Teide, um sich ein Bild vom Zustand der evakuierten Anwohner aus dem Weiler Valle de Arriba zu machen. Sie traf dort Bürgermeister Emilio Navarro und Iván Martín, den Leiter für Sicherheit und Notfälle im Cabildo. Dávila erklärte: „Von Anfang an hat das Cabildo alle verfügbaren Ressourcen aktiviert, um das Feuer einzudämmen, die Bevölkerung zu schützen und die Koordination zwischen den Behörden sicherzustellen.“
Vorsorglich mussten etwa 50 Wohnhäuser evakuiert werden. Laut Melderegister waren rund 150 Personen betroffen, tatsächlich verließen zwischen 40 und 50 Menschen ihre Häuser. Das Rote Kreuz richtete im Sportzentrum Pancracio Socas 100 Schlafplätze ein. Nach Entspannung der Lage konnten die Betroffenen noch in der Nacht zurückkehren.
Brandursache auf Teneriffa weiter unklar
Am Dienstagmorgen waren bereits 57 Einsatzkräfte am Boden, im Tagesverlauf sollte die Zahl auf 70 steigen. Die Luftunterstützung erfolgte durch acht Hubschrauber und ein Löschflugzeug vom Typ Air Tractor. Der Sonderplan INFOCA und der Insel-Notfallplan PEIN blieben auf Stufe 1 aktiviert, um die Mobilisierung aller notwendigen Ressourcen zu gewährleisten.
Im Einsatz waren neben Gemeindepolizei, Guardia Civil, freiwilligen Feuerwehrleuten und dem Consorcio de Bomberos auch die Forstbrigade BRIFOR sowie Spezialeinheiten von La Gomera und La Palma. Drei Mitarbeiter des Umweltamtes untersuchen derzeit die Brandursache. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gibt es bisher nicht, dennoch wird keine Möglichkeit ausgeschlossen. Die Erinnerung an den verheerenden Brand von 2007 ist in der Region weiterhin präsent.
Die Behörden fordern die Bevölkerung auf, alle Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Auf den westlichen Inseln und auf Gran Canaria gilt Alarmstufe wegen Waldbrandgefahr und Voralarm wegen hoher Temperaturen.











