Gran Canaria beschäftigt sich mit Personalengpässen bei der Feuerwehr, dem Streit um ein Protestbanner am Roque Nublo und Rekordzahlen bei den Pride-Feiern.
Feuerwehr Las Palmas schlägt Alarm wegen Personalmangels
Feuerwehrleute haben im Stadtrat vor drastischen Engpässen gewarnt. Gemeinsam mit streikenden Reinigungskräften protestierten sie und sahen die Notfallversorgung der Stadt gefährdet. Die Feuerwehr SEIS kritisiert seit mehr als drei Jahren Personaldecke und Arbeitsbedingungen als unzureichend.
Nur eine von drei Wachen war täglich in Betrieb, die Station in Vegueta blieb seit dem Vorjahr geschlossen. Gewerkschaftsvertreter Raúl Esclarín sprach von einem "Horrorhaus" in Miller Bajo und forderte schnelle Renovierungen. Trotz zugesagter 2,1 Millionen Euro verzögerten sich die Arbeiten seit zwei Jahren.
Stadtverwaltung weist Kollaps-Vorwürfe beim Brandschutz zurück
Die Stadtverwaltung wies den Vorwurf zurück, Las Palmas de Gran Canaria stehe vor einem Kollaps im Brandschutz. Derzeit seien 109 Feuerwehrleute im Dienst, was rund 80 Prozent der angestrebten Personalstärke entspreche. Die Gewerkschaft UGT hatte zuvor einen Bedarf von etwa 175 Kräften genannt.
Die Stadt verwies auf 32 jüngste Beförderungen sowie Investitionen in Fahrzeuge und Ausrüstung. Probleme durch Langzeiterkrankungen belasteten die Personalplanung weiterhin. Viele Feuerwehrleute bezweifelten, dass neue Technik ohne bessere Arbeitsbedingungen die Lage spürbar entspannt.
Inselverwaltung kündigt Entfernung des Banners am Roque Nublo an
Die Inselverwaltung hat angekündigt, das Banner mit der Aufschrift "Canary Islands For Sale" am Roque Nublo zu entfernen. Zur Begründung verwies sie auf den Schutz des Naturdenkmals: Natürliche Räume dürften nicht für missbräuchliche Kletteraktivitäten genutzt werden, auch wenn das Anliegen des Protests grundsätzlich anerkannt werde.
In sozialen Netzwerken spaltete die Aktion die Meinungen. Befürworter bezeichneten das Banner als Vandalismus und Umweltverbrechen, Gegner sahen einen symbolischen Protest ohne Schaden, da es an vorhandenen Kletterankern befestigt gewesen sei. Die Debatte über Tourismusdruck und Landnutzung auf Gran Canaria flammte erneut auf.
Pride in Las Palmas de Gran Canaria mit Rekordbeteiligung
Tausende Menschen haben am Wochenende in Las Palmas de Gran Canaria den jährlichen LGTBI+ Pride gefeiert. Die Organisatoren meldeten eine Rekordbeteiligung und bezeichneten die Parade als eine der größten in der Geschichte der Region. Wagen und Darbietungen zeigten die Kultur der LGTBI+-Gemeinschaft.
Die Veranstaltung zog Teilnehmer von den Kanarischen Inseln an. Menschen verschiedener Altersgruppen marschierten gemeinsam, am Ende standen Botschaften der Unterstützung für weitere Schritte hin zu mehr Gleichberechtigung.






