Die Verantwortlichen von Espacio Bronzo haben mit der Entfernung der Guanche-Menceyes-Skulpturen an der Plaza de la Patrona de Canarias begonnen. Das Unternehmen informierte auf seinen sozialen Medien über den Start der Arbeiten, zu denen auch das Abtragen des Steinsockels gehört, der die Figuren am Boden fixiert.
Das Rathaus von Candelaria erklärte, dass es sich um eine anspruchsvolle Aufgabe handelt, die mehrere Wochen dauern wird. Die Skulpturen müssen besonders vorsichtig behandelt werden, um Schäden zu vermeiden.
Renovierung der Umgebung der Basilika auf Teneriffa
Die Entfernung der Statuen ist Teil einer umfassenden Neugestaltung des Umfelds der Basilika, die im Februar begonnen hat und in mehreren Phasen umgesetzt wird. In der ersten Phase werden die Calle Antón Guanche, der Platz neben dem alten Rathaus El Artesano und der Bereich San Blas überarbeitet.
Geplant ist außerdem der Abriss eines Hauses am Eingang der Schlucht Tapia sowie der Bau einer Küstenschutzmauer an der Cueva de Achbinico. Ein weiteres zentrales Element ist der Bau eines Rampengebäudes, das die Calle Antón Guanche mit dem Platz verbindet.
Neues Museumsgebäude und Infrastrukturmaßnahmen
Das neue Gebäude soll ein Sakralmuseum, einen Multifunktionsraum und ein Tourismusbüro beherbergen. Zudem werden Abwasserleitungen verlegt, um das Küstenabwasser zur regionalen Kläranlage zu führen.
Obwohl ursprünglich angekündigt wurde, dass die Menceyes-Skulpturen erhalten bleiben, war ihre Entfernung letztlich notwendig, um den Baufortschritt zu gewährleisten.
Geschichte der Guanche-Menceyes-Skulpturen
Die aktuellen Bronzeskulpturen stammen aus dem Jahr 1993 und wurden vom lokalen Künstler José Abad geschaffen. Sie ersetzten frühere Figuren aus Kunststein von Alfredo Reyes Darias aus den 1970er Jahren, die stark verwittert waren.
Der Auftrag kam von der Stiftung Pro Menceyes Guanches. Die Figuren ehren die neun Menceyatos, die zur Zeit der kastilischen Eroberung die alten Königreiche von Teneriffa regierten: Adjoña (Abona), Pelinor (Adeje), Beneharo (Anaga), Romén (Daute), Añaterve (Güímar), Pelicar (Icod), Acaymo (Tacoronte), Bencomo (Taoro) und Tegueste.
Individuelle Gestaltung nach historischen Vorbildern
Künstler Abad recherchierte intensiv in historischen Archiven und im Archäologischen Museum von Teneriffa, um jeder Figur eine eigene Identität zu verleihen. Die Skulpturen zeichnen sich durch unterschiedliche Körpermerkmale, Haltungen und Attribute aus, die sich an archäologischen Funden und der traditionellen Ikonografie der Ureinwohner der Kanaren orientieren.





