Das spanische Landwirtschaftsministerium hat die Einfuhr von Weintrauben und Rebsamen auf die Kanarischen Inseln verboten, um die Ausbreitung der Reblaus zu verhindern. Die Maßnahme betrifft nicht Tafeltrauben und wurde auf Antrag der kanarischen Regierung erlassen.
Am Freitag teilte das Ministerium mit, dass die Einfuhr von Rebsamen und -früchten aus Ländern, in denen die Reblaus vorkommt, nach den Kanaren untersagt ist. Diese Entscheidung, die nicht die Tafeltrauben betrifft, soll das vitikulturelle Erbe des Archipels schützen. Der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero begrüßte diese Maßnahme als „unverzichtbar, um das Archipel vor Risiken zu schützen“. Er betonte, dass die neue staatliche Anordnung den bereits von der Autonomen Gemeinschaft ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen entspricht.
Neue Regelung auf Teneriffa gegen Reblaus
Die Regelung wird am Samstag im spanischen Amtsblatt veröffentlicht und tritt am folgenden Tag in Kraft. Damit reagiert der Staat auf die kanarische Anfrage, nachdem ein Reblausbefall auf Teneriffa vom Nationalen Referenzlabor für die Identifizierung und Diagnose von pflanzenpathogenen Nematoden und Arthropoden bestätigt wurde.
Narvay Quintero lobte die schnelle Reaktion der spanischen Regierung und hob die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen und dem kanarischen Weinsektor hervor. Er betonte zudem, dass die regionale Regierung in Zusammenarbeit mit dem Cabildo von Teneriffa weiterhin Felduntersuchungen, Behandlungen der betroffenen Pflanzen und Informationskampagnen für Produzenten und die Öffentlichkeit durchführt.
Der Minister erinnerte daran, dass die Kanaren seit 1987 über einen besonderen phytosanitären Status verfügen, der weiter gestärkt werden muss, um den Eintritt von Schädlingen, die strategische Kulturen wie die Rebe gefährden könnten, zu verhindern.