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    Fuerteventura Nachrichten 25. August 20253 Min. Lesedauer

    Schutz der Biodiversität: Estación Biológica auf Fuerteventura

    Fuerteventura Nachrichten PH 7
    Die Küste von Fuerteventura. Foto: Archivbild

    Die Estación Biológica de La Oliva hat im Jahr 2025 entscheidend zum Schutz der Biodiversität auf Fuerteventura beigetragen. Das Zentrum bietet Einrichtungen wie ein Wiederaufbau- und Auffangzentrum für Wildtiere, ein Produktionsgewächshaus, eine Unterrichtseinheit für Umweltbildung, einen didaktischen Garten sowie eine Klinik mit Isolations- und Flugvolieren.

    Wildtierpflege auf Fuerteventura

    Im Mittelpunkt steht das Zentrum für die Genesung von Wildtieren, das verletzte oder geschwächte Tiere pflegt, um sie in ihren natürlichen Lebensraum zurückzuführen. Seit Jahresbeginn 2025 wurden mehr als 215 Tiere aufgenommen, davon 77 Prozent Vögel. Im Jahr 2024 lag die Gesamtzahl bei 650, wobei nur 430 Tiere Überlebenschancen hatten.

    Das Zentrum verfügt über eine Basis-Klinik für Erstversorgung, eine Intensivstation und eine der größten Flugvolieren der Kanaren. Diese hilft insbesondere Vögeln, ihre Muskulatur zu stärken, bevor sie ausgewildert werden. Tiere, die nicht mehr freigelassen werden können, finden ein angepasstes Zuhause, werden in Zuchtprojekte integriert oder unterstützen die Umweltbildung.

    Vogelarten im Fokus

    Ein Großteil der Arbeit betrifft Vögel, sowohl Brutvögel der Insel als auch seltene Zugvögel. Zwischen April und Juli, der Hauptbrut- und Migrationszeit, steigen die Meldungen von verletzten oder geschwächten Tieren deutlich an. Auch im Herbst, wenn Jungvögel der Pardela cenicienta atlántica ihre ersten Flüge unternehmen, steigt die Zahl der Einlieferungen.

    Zu den auf Fuerteventura betreuten Arten gehören Guirres, Falken und Turmfalken sowie erschöpfte Zugvögel. Im August wurden ein Kuckuck und ein Häherkuckuck eingeliefert, die geschwächt auf der Insel landeten. Im vergangenen Jahr wurden auch seltene Arten wie der Europäische Pirol oder der Basstölpel aufgenommen.

    Meeressäuger und Forschung

    Das Zentrum ist auch bei gestrandeten Walen, Delfinen und Haien eingebunden. Verstorbene Tiere werden mit der Universität Las Palmas untersucht, um Todesursachen und Schutzmaßnahmen zu ermitteln.

    Erfolge bei der Freilassung

    Ein zentrales Ziel bleibt die Rückkehr der Tiere in die Natur. Im August konnte die Station zwei gelungene Beispiele vermelden.

    Ein junger Triel wurde am 12. Juni stark geschwächt eingeliefert. Nach mehrwöchiger Pflege konnte er in die Freiheit entlassen werden. Fachleute betonen, dass viele Jungvögel in der Natur keine Hilfe benötigen, wenn keine ernsthaften Verletzungen erkennbar sind.

    Auch ein Turmfalke wurde erfolgreich ausgewildert. Das Tier kam am 18. August mit Dehydrierungssymptomen ins Zentrum und konnte nach wenigen Tagen wieder freigelassen werden. Umweltdezernent Carlos Rodríguez betonte, dass jede Rückkehr in die Natur ein Erfolg für die Artenvielfalt auf der Insel sei.

    Zusammenarbeit mit der Bevölkerung

    Das Zentrum hebt die Bedeutung der Meldungen durch Einheimische und Besucher hervor. Wer verletzte oder geschwächte Tiere findet, soll den Notruf 112 wählen, um schnelle Hilfe zu gewährleisten. Nur so kann die Arbeit erfolgreich fortgeführt und die Biodiversität Fuerteventuras langfristig geschützt werden.

    Haie
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