Die Kanarische Regierung hat den Startschuss für Arbeiten zur Verbesserung der Sicherheit in den Barrancos von Buenavista, Maspalomas und Puerto Rico gegeben. Manuel Miranda, zuständiger Regionalrat für Raumordnung, Territorialen Zusammenhalt und Wasser, unterzeichnete am Montag das Protokoll für den Baubeginn in Anwesenheit von Miguel Hidalgo, Inselrat für den Primärsektor, Ernährungssouveränität und Wassersicherheit. Die Maßnahmen betreffen den Süden von Gran Canaria und sollen das Risiko von Überschwemmungen mindern. Die Investition beläuft sich auf mehr als eine Million Euro, davon stammen 80 Prozent aus europäischen Mitteln. Die Bauzeit ist mit acht Monaten veranschlagt.
Das Projekt ist Teil der von den Next-Generation-Fonds finanzierten Initiativen, die Verbesserungen bei der Wasserversorgung, der Digitalisierung von Systemen, der Abwasserbehandlung und der Sicherheit in Wasserläufen umfassen. Geplant ist die Installation verschiedener Rückhalte- und Abflussregulierungsstrukturen, um bei Starkregen einen sicheren Wasserabfluss zu gewährleisten. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die potenziellen Überschwemmungsgebiete von Buenavista und Maspalomas im Gemeindegebiet von San Bartolomé de Tirajana sowie auf Puerto Rico in Mogán. Insgesamt werden 1,21 Kilometer bearbeitet.
Überschwemmungsschutz auf Gran Canaria im Fokus
Den Auftrag erhielt das staatliche Unternehmen TRAGSA. Von der Gesamtsumme entfallen 798.460 Euro auf EU-Mittel und 214.386 Euro auf das Budget der Kanarischen Regierung. Bei der Unterzeichnung waren auch Fernando Azcárate, Leiter der Wassereinheit der Next-Generation-Fonds, und Carmelo Santana, Geschäftsführer des Inselwasserrats von Gran Canaria, anwesend.
Miranda betonte die Bedeutung solcher Projekte angesichts der zunehmenden Wetterextreme. Sie erhöhten die Sicherheit der Wasserläufe und der Anwohner. Er hob zudem die Zusammenarbeit mit dem Cabildo von Gran Canaria hervor, mit dem die Umsetzung abgestimmt wurde. Miranda verwies darauf, dass ähnliche Maßnahmen auch auf anderen Inseln notwendig seien. Aktuell habe man dem spanischen Staat 14 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 40 Millionen Euro zur Finanzierung als Vorhaben von allgemeinem Interesse vorgelegt.
Maßnahmen im Einklang mit dem Hochwasserschutzplan
Miguel Hidalgo erklärte, die Arbeiten stünden im Einklang mit dem zweiten Planungszyklus 2021–2027 des Hochwasserrisikomanagementplans von Gran Canaria. Dieser Plan verfolge die Strategie, das Hochwasserrisiko in besonders gefährdeten Gebieten zu verhindern, vorherzusagen und zu verringern, wie es die EU-Richtlinie 2007/60/EG vorsieht.
Im aktuellen Zyklus wurden sechs potenzielle Überschwemmungsgebiete auf Gran Canaria identifiziert: Barranco de Las Goteras, Barranco de El Balo, Barranco de El Polvo, Barranco de Buenavista, Barranco de Maspalomas und Barranco de Puerto Rico. Mit dem neuen Projekt werden drei dieser Gebiete – Buenavista, Maspalomas und Puerto Rico – direkt adressiert. Damit komme man der Umsetzung des Maßnahmenprogramms des Hochwasserschutzplans und der integrierten Strategie des dritten hydrologischen Zyklus 2021–2027 einen entscheidenden Schritt näher.
Interadministrative Zusammenarbeit für mehr Resilienz
Abschließend hob Hidalgo die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen hervor. Sie sei entscheidend, um die Widerstandsfähigkeit der Insel gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken und eine sichere sowie nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen auf Gran Canaria zu gewährleisten.











