Das Cabildo von Lanzarote hat das Bildungsprojekt ‚Raíces de Cambio‘ erfolgreich abgeschlossen, das sich der ökologischen Landwirtschaft und nachhaltigen Gartenarbeit widmet und junge Menschen in sozialer Gefährdung unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Fundación Canaria Martínez Abolafio nahmen 14 Schüler aus verschiedenen Einrichtungen der Insel teil, darunter das Hogar La Alegranza und die Jugendzentren in Tinajo, Mácher und Yaiza sowie Trib-arte.
Der Sozialminister Marci Acuña betonte den „Wert dieser Erfahrung“ und erklärte, dass der Kurs „neue Lebensmöglichkeiten für junge Menschen in gefährdeten Situationen eröffnen kann“. Er hob hervor, dass die Teilnehmer praktische Kenntnisse erwarben, die mit der landwirtschaftlichen Tradition von Lanzarote verbunden sind.
Erfolgreiches Bildungsprojekt auf Lanzarote
Marci Acuña wies zudem auf die soziale Dimension des Programms hin und sagte: „Dank dieses Kurses haben junge Menschen aus verschiedenen Zentren der Inseln mit sehr unterschiedlichen Realitäten gemeinsam gelernt, Erfahrungen geteilt und die Möglichkeit gehabt, sich als aktiver Teil unserer Gemeinschaft zu fühlen.“ Catalina Martínez, Präsidentin der Fundación Canaria Martínez Abolafio, erläuterte die Dynamik der Ausbildung und betonte die Notwendigkeit, den Schülern Werkzeuge zu bieten, um mehr Autonomie zu erlangen.
Das Programm richtete sich an Frauen und Männer unter 30 Jahren, Personen in sozialer Gefährdung und ehemals betreute Minderjährige. Es dauerte 150 Stunden und kombinierte Theorie und Praxis mit einem ökologischen Ansatz. Die Schüler konnten ihr Lernen durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Fachleuten der Insel bereichern, die ihnen außerschulische Erfahrungen boten.
Praktische Erfahrungen in traditioneller Landwirtschaft
Im Agroindustriellen Komplex von Teguise lehrte der Dozent Teno Osorio die Jugendlichen die traditionelle Anbaumethode mit Rofe, einer einzigartigen landwirtschaftlichen Technik von Lanzarote. Sie lernten auch, wie man Böden vorbereitet, Setzlinge verwendet und Kulturen je nach Saison anpasst.
Die Teilnehmer erkundeten verschiedene Umgebungen der Insel, die ihnen die Realität der Landwirtschaft, Gartenarbeit und nachhaltigen Landbewirtschaftung näherbrachten. Durch geführte Besichtigungen und Schulungssitzungen entdeckten sie die Kontraste zwischen verschiedenen Produktionsmodellen, die Bedeutung der Bodenpflege und der Biodiversität sowie den Wert einheimischer und bestäubender Arten.
Diese Erfahrungen wurden durch praktische Workshops ergänzt, die es ihnen ermöglichten, direkt mit Anbautechniken, Kompostierung und der Nutzung natürlicher Ressourcen zu arbeiten, und das gastronomische Potenzial lokaler Produkte zu erkunden.