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    Kanaren Nachrichten 5. August 20253 Min. Lesedauer

    Las Palmas: Kritik an Stadtverwaltung wegen Feuerwehr- und Schädlingsbekämpfung

    Kanaren-Nachrichten PH 3
    Die trockene Seite der Kanaren: Foto: Archivbild

    Oppositionsparteien haben der Stadtverwaltung von Las Palmas de Gran Canaria schwere Versäumnisse bei der Organisation wichtiger kommunaler Dienste vorgeworfen. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die Schließung von Feuerwehrwachen und Verzögerungen beim neuen Vertrag zur Schädlingsbekämpfung.

    Der Partido Popular (PP) und die Coalición Canaria (CC) werfen der von Carolina Darias (PSOE) geführten Stadtregierung gravierende Mängel beim Brandschutz und der Bekämpfung von Schädlingen vor. Beide Parteien sehen dadurch die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung gefährdet.

    Kritik an Feuerwehr-Schließungen auf Gran Canaria

    Die Sprecherin des PP, Jimena Delgado, bezeichnete die gleichzeitige Schließung der Feuerwehrwachen in La Isleta und Vega de San José am Montag als „äußerst unverantwortlich“. Sie erklärte, dass damit im Hochsommer bei hohen Temperaturen und erhöhter Brandgefahr nur noch etwa zehn Einsatzkräfte für fünf Stadtbezirke zur Verfügung standen.

    Delgado betonte, dass Personalmangel und fehlende Maßnahmen zur Verstärkung des Dienstes die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft hätten. Sie kritisierte, dass die Stadtverwaltung nicht auf die Reserveliste zurückgreife, um das Defizit von 25 bis 30 Feuerwehrleuten auszugleichen. Die Belegschaft habe aus Protest gegen die unzureichende Ausstattung beschlossen, sich nicht am Sicherheitskonzept für die San-Lorenzo-Feierlichkeiten zu beteiligen.

    Verzögerung bei Schädlingsbekämpfung in Las Palmas

    Delgado forderte, dass die Feuerwehr materielle Verbesserungen, mehr Personal und modernere Ausrüstung benötige. Es gehe nicht um finanzielle Vorteile, sondern um die Funktionsfähigkeit der Grundversorgung. Sie warnte vor einem erneuten Zusammenbruch der öffentlichen Dienste in Las Palmas de Gran Canaria.

    David Suárez, Sprecher der CC, verlangte eine sofortige Vergabe des neuen Vertrags zur Schädlingsbekämpfung. Er verwies auf Bilder, die Dutzende Ratten auf einem Grundstück im Stadtteil La Paterna neben den Depots des Verkehrsunternehmens Global zeigen. Suárez machte die Verzögerung bei der Vergabe des im Februar ausgeschriebenen, mehr als 1,9 Millionen Euro schweren Vertrags verantwortlich. Trotz eines technischen Vergabeberichts aus Juli sei der Auftrag nach fast sechs Monaten noch nicht vergeben.

    Gesundheitsrisiken durch Rattenbefall auf Gran Canaria

    Suárez warnte, dass sich die Ratten inzwischen auf weitere Stadtteile wie Escaleritas oder Mesa y López ausbreiten und ein unzumutbares Gesundheitsrisiko darstellen. Er erinnerte daran, dass die CC das Problem seit Monaten thematisiere. Die administrative Blockade betreffe auch andere wichtige Verträge der Stadtreinigung, was zur Ansammlung von Müll und Unkraut in zahlreichen Vierteln geführt habe. Dadurch entstehe „das perfekte Umfeld“ für die Ausbreitung von Schädlingen.

    Suárez forderte, dass der Vertrag noch vor Ende August vergeben wird. Zudem solle ein Sofortprogramm für La Paterna starten und ein Zeitplan für Maßnahmen in allen Stadtteilen veröffentlicht werden, solange das Vergabeverfahren andauert.

    PP und CC sind sich einig, dass die aktuelle Verwaltung die öffentliche Sicherheit und Gesundheit gefährde. Sie verlangen umgehende Maßnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgung in der Hauptstadt von Gran Canaria.

    Gesundheit Las Palmas
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